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Gedichte von
Hans-Peter Kraus

Einleitung

Der Klapperstorch für Gedichte

Ein Soldat stirbt nicht

Was ich dir schenken wollt’

Erinnerung an Charles M. Schulz

Das Weltbild der Ameise

Kandidatenplakate

Sagt nichts, kuckt nur

Ein Spaziergang im Dunkeln

Was ist wichtig?

Unser schönes Maschinengewehr

Zwei alte Leute

Der Vater aller Bruderkriege

Die kürzeste Romanze der Welt

Traumbaum

Weg ins Ungewisse

Erschießt sie

Spätwestern

Einzelhaft

ach du bliebe bleib

Was weiß ich

Herbstwunsch

Für eine alte Frau

Menschenopfer

Der Tag davor

Auf Papier in Klarsichthüllen

Regiert die Welt

Ausschnitt aus der Schöpfungsgeschichte

Dies ist kein Gedicht

Zurück zur Winterjacke

Bekennende Jäger

Gedankenlos

Einmaliger Ausrutscher

River romantique

1999

Ein ganz bestimmtes Weiß

Macht ist, wenn man’s macht

Blue Suede Shoes

 

 

Etwas Eigenwerbung:

Gedichtbuch: Zum Reimen schön

 

Roman Freund Hain - Die einzig wahre Geschichte seiner Freundschaft mit dem Dichter Matthias Claudius ...

Ein ganz bestimmtes Weiß

In einer osteuropäischen Stadt
Anfang der 80er Jahre
wären ihre Klamotten vielleicht nicht
als unmodisch durchgegangen.
Hier
am Ende des 20. Jahrhunderts
sind sie zeitlos
geschmacklos.
Sie geht sehr schnell,
den Blick auf einen Punkt gerichtet,
den sie einen halben Meter vor sich herjagt.
Alle paar Schritte schaut sie ein wenig hoch,
wie eine Schwimmerin, die kurz Luft holt.

Sie ist eine kirschblütenweiße Schönheit,
doch das
scheint ihr nicht zu helfen.

 

Zum Gedicht:
Etwas sehen und es festhalten, das scheint mir eine Funktion von Gedichten zu sein. Der Vorteil gegenüber Fotografie und Film ist, dass sich der Leser sein eigenes Bild im Kopf machen kann. Zudem lässt sich das Bild behutsam kommentieren, so wie hier angedeutet wird, dass Menschen, die etwas haben, wonach viele streben, nicht unbedingt glückliche Menschen sein müssen.

Thema dieser Seite:
Schönheit und Glück.